In Burkina Faso arbeiten 250'000 Kinder auf den Baumwollfeldern. Die Arbeit birgt grosse Gefahren und behindert die schulische Entwicklung der Kinder. Von dieser illegalen Praxis profitieren auch Schweizer Baumwollhändler. Deshalb fordert Solidar Suisse die Händler Reinhart AG und Louis Dreyfus dazu auf, sich für die Abschaffung der prekären Kinderarbeit in ihrer Lieferkette einzusetzen.

Das fordern wir

Baumwolle aus Kinderarbeit zu kaufen, ist inakzeptabel. Die Baumwollhändler in der Schweiz müssen sich ernsthaft gegen Kinderarbeit in Burkina Faso einsetzen. Dazu gehört, dass sie sich öffentlich dazu bekennen, auf Kinderarbeit in ihrer Lieferkette zu verzichten. Sie müssen offenlegen, in welcher Weise sie ihre Verantwortung zur Einhaltung der Menschenrechte in Burkina Faso wahrnehmen. Dazu braucht es eigene Sorgfaltspflichtsprüfungen. Schliesslich müssen die Händler ihren Einfluss in Gesprächen mit Stakeholdern nutzen und öffentlich darüber kommunizieren.

Das haben wir getan

2019 veröffentlichte Solidar Suisse einen Bericht, der die Missstände in Burkina Faso umfassend beleuchtet. Gleichzeitig haben wir eine Petition an die Schweizer Baumwollhändler lanciert. Die Veröffentlichung des Berichts brachte zahlreiche Berichte und Diskussionen in Medien der Deutsch- und Westschweiz und fand auch in Burkina Faso auf medialer Ebene und bei den Akteuren grosse Beachtung.

Das haben wir bewirkt

Die Veröffentlichung des Berichts hat zu einer medialen Debatte über Kinderarbeit geführt. Die Baumwollhändler reagierten ebenfalls auf die Berichterstattung und waren dialogbereit, zeigen aber unterschiedliche Haltungen bezüglich ihrer Verantwortung. Solidar Suisse wird die weiteren Entwicklungen in Burkina Faso dokumentieren und die Reinhart AG und Louis Dreyfus regelmässig an ihre Verantwortung erinnern.

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Baumwollreport Solidar Suisse

Baumwollreport Solidar SuisseBaumwollreport Solidar SuisseDie neue Untersuchung von Solidar Suisse zeigt, dass in Burkina Faso 250 000 Kinder auf Baumwollfeldern arbeiten müssen. Von dieser illegalen Praxis profitieren auch Schweizer Baumwollhändler.