Solidar Suisse hat schnell auf die Katastrophe in Sulawesi reagiert. Lukas Frohofer reiste einige Tage nach dem Tsunami in die betroffene Region, um die Nothilfe einzuleiten und traf eine zerstörte Insel an.

Am 28. September 2018 erschütterte ein Beben mit Wert von 7,4 auf der Richterskala die indonesische Provinz Zentral-Sulawesi. Das Erdbeben löste einen Tsunami mit Wellen von bis zu elf Metern aus und führte an verschiedenen Orten zu einer Verflüssigung des Bodens. Über 2000 Menschen verloren ihr Leben, die Häuser von 135 000 Personen wurden teilweise komplett zerstört. Insbesondere die lokalen Fischerinnen und Bauern verloren durch das Beben und in den darauffolgenden Fluten ihre Existenzgrundlage. 

Schnelle Untersützung 

Bereits wenige Tage nach der Katastrophe reiste ich nach Indonesien, um die Nothilfemassnahmen für Solidar Suisse gemeinsam mit Partnern vor Ort zu organisieren. Der Zugang zu den betroffenen Orten wurde von der Regierung stark eingeschränk. Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, die über fundierte Ortskenntnis verfügten, konnte dennoch rasch ein Nothilfeprojekt lanciert werden. Als ich vier Wochen nach dem Erdbeben doch noch ins Katastrophengebiet reisen konnte, war ich erschüttert von den Zerstörungen. Gleichzeitig beeindruckte mich die Geschäftigkeit, mit der die Menschen den Aufräumarbeiten nachgingen, und dass die Geschäfte bereits wieder geöffnet waren. 

Hilfe für die Verletzlichsten

Zusammen mit dem Solidar-Netzwerk-Partner Arbeiter Samariter Bund (ASB) und fünf lokalen Organisationen entwickelten wir ein Nothilfeprojekt, das die betroffene Bevölkerung mit dem Nötigsten versorgte. Spezielles Augenmerk wurde dabei auf die Bedürfnisse der am meisten gefährdeten Menschen wie Behinderte, Alte und Schwangere gelegt, die   oft nur sehr begrenzt Zugang zu Hilfsleistungen haben. Anders in diesem Projekt, wo rollstuhlgängige Latrinen gebaut und Hygieneartikel an knapp 10 000 Personen verteilt wurden. 

Wiederaufbau

Gut ein halbes Jahr nach der Katastrophe ist die Planung für die Folgemassnahmen in vollem Gange. Zusammen mit dem Heks und einer lokalen Partnerorganisation initiieren wir ein Wiederaufbauprojekt, das Bäuerinnen und Fischer dabei unterstützt, sich wieder eine Existenzgrundlage zu schaffen und alternative Einkommensmöglichkeiten zu finden. Ziel ist, dass die Betroffenen sich von der Katastrophe erholen und nachhaltig ihren Lebensunterhalt sichern können.

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Nothilfe nach Tsunami

Das Erdbeben und eine Flutwelle haben 2018 auf der indonesischen Insel Sulawesi riesige Zerstörung angerichtet: Über 2'000 Menschen verloren ihr Leben und Zehntausende sind auch heute noch auf Hilfe angewiesen.

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