Im Norden Nicaraguas leben die meisten Menschen mehr schlecht als recht von kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Um ihre Lebensbedingungen zu verbessern, haben sich Frauen zu einem Genossenschaftsverband zusammengeschlossen.

Die Region Jinotega im Norden Nicaraguas ist zwar fruchtbares Anbaugebiete für Kaffee und Getreide, aber die Bevölkerung ist sehr arm. Naturkatastrophen und Abwanderung durch den bis 1990 andauernden Krieg haben der Region sehr geschadet. Die zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels mit einerseits ungewöhnlich langen Trockenzeiten und starken Regenfällen andererseits sind ein hemmender Faktor für die landwirtschaftliche Produktion. Den KleinbäuerInnen fehlt es an Möglichkeiten, landwirtschaftliche Produkte so zu lagern, dass es keine Qualitätseinbussen gibt und andererseits eine höhere Qualität durch sorgfältigere Verarbeitung zu erreichen. Natürlich verfügen grosse Plantagen über solche Einrichtungen, aber kleine Produzentinnen und deren Organisationen haben hier keine Chance.

Solidar stärkt die Selbstorganisierung von Kleinbäuerinnen, die sich in sieben Frauen-Kooperativen zum Genossenschaftsverband UCA Jinotega mit über 400 Mitgliedern zusammengeschlossen haben. Durch umweltschonende und effizientere Produktion und qualitativ hochwertigere Veredelung und Lagerung erhöhen sie ihre Vermarktungschancen. Der Genossenschaftsverband bietet den Mitgliedern Beratungsleistungen und eröffnet gemeinsame, direkte Vermarktungskanäle. Durch die höhere Wertschöpfung ihrer Produkte und die Interessensvertretung durch den Genossenschaftsverband verbessern die Frauen ihr Einkommen, ihre Mitsprache-Möglichkeiten und ihre Lebensbedingungen. Die „UCA“ unterstützt die Frauen auch beim Eintrag von Landtiteln auf ihren Namen.

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