Im März 2019 fegte Tropensturm "Idai" über Moçambique und richtete grösste Zerstörung an. Solidar Suisse leistete in Zusammenarbeit mit der DEZA sofort Nothilfe. Wir installierten temporäre Trinkwassersysteme, desinfizierten verschmutztes Wasser und bauten Latrinen in den Camps der Vertriebenen. Mit der Reparatur und dem Bau von Brunnen konnten wir inzwischen für über 15'000 Menschen Zugang zu Trinkwasser schaffen.

In den vom Sturm betroffenen Gebieten arbeiten wir weiter am Aufbau von permanenten Brunnen und Wassersystemen. Zudem trainieren wir lokale Wasserkomitees, die für den Unterhalt der Brunnen sorgen. Und wir verteilen Saatgut und Werkzeuge für rund 3'000 Familien, die ihre Ernte und häufig auch ihre Hütten durch die Überschwemmungen verloren haben. Solidar Suisse organisiert Märkte, auf denen sich bisher 6'000 Familien mit Saatgut versorgen konnten und die auch zu einer Stärkung der lokalen Wirtschaft führen.

Nachhaltig Hilfe leisten

Solidar Suisse hilft in Moçambique bereits seit 2011 mit dem Bau und der Reparatur von Brunnen: Sauberes Trinkwasser und bessere Hygiene sind Schlüsselfaktoren für Gesundheit und ein besseres Leben. In den Distrikten Macate (Provinz Manica) und Bárùe (Provinz Sofala) unterstützt Solidar die lokale Bevölkerung und die Distriktregierungen beim Aufbau der Trinkwasserversorgung. Auch hier bilden wir dörfliche Wasserkomitees aus, damit sie die Wasserquellen selbstständig unterhalten können. Für Primarschulen werden Latrinen gebaut und die Kinder über Hygiene aufgeklärt.

Erfolg der Projekte

Dank mehrerer aufeinanderfolgender Wasserprojekte konnten wir in den letzten Jahren mehr als 60'000 Personen mit Trinkwasser versorgen, 4'000 Personen haben Zugang zu neuen sanitären Anlagen und über 100'000 Menschen wurden über Hygienemassnahmen aufgeklärt. Solidar Suisse ist Mitglied im Swiss Water & Sanitation Consortium, einem Zusammenschluss von acht Schweizer NGOs, die Wasserprojekte in zehn Ländern Afrikas und Asiens umsetzen.

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Tag eins nach dem Zyklon

Am Schlimmsten ist die anfängliche Ungewissheit

Nadine Weber hat nach dem verheerenden Wirbelsturm Idai in Moçambique die Solidar-Nothilfe für die Opfer eingeleitet. Wie ging sie dabei vor?