Immer mehr Menschen aus Kambodscha suchen Arbeit in benachbarten Ländern wie Thailand. Oft werden sie Opfer falscher Versprechungen: Besonders Frauen und Kinder laufen Gefahr, in die Hände von Menschenschmugglern zu gelangen und auch sexuell ausgebeutet zu werden. Solidar Suisse unterstützt das Cambodian Women’s Crisis Centre (CWCC), eine NGO, die sich für die Sicherheit der MigrantInnen einsetzt.

Das von CWCC durchgeführte Projekt „Safe Migration and Reduction of Trafficking" (SMART) hat zum Ziel, den Menschenschmuggel einzudämmen und sichere Migrationswege aufzuzeigen. Mit einem gemeinschaftsbasierten Netzwerk sollen Informationen über die Gefahren der Arbeitsmigration in den Herkunftsgebieten der MigrantInnen verbreitet werden.

Obwohl die Gesetzgebung punkto Menschenhandel in Kambodscha relativ fortschrittlich ist, hapert es mit der Umsetzung. Grenzpolizisten und lokale Behörden sind oft ungenügend ausgebildet. Daher wird mit diesen Verantwortlichen eng zusammen-gearbeitet..

Das SMART-Projekt wird in der Provinz Banteay Meanchey im Nordwesten Kambodschas an der Grenze zu Thailand durchgeführt – in drei Gemeinden des Distrikts Poi Pet und in fünf Gemeinden des Distrikts Ochrov. In diesem Grenzabschnitt werden täglich im Durchschnitt etwa 50 illegale MigrantInnen aus Thailand nach Kambodscha zurückgeschafft. Oft sind sie traumatisiert und völlig mittellos. CWCC bietet Notunterkünfte und rechtliche sowie psychologische und soziale Beratung und Betreuung an.

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