Aus Mangel an formalen Anstellungen versuchen sich viele jungen Menschen in Bolivien als selbständige KleinstunternehmerInnen, gehen Gelegenheitsjobs nach oder bleiben arbeitslos. Besonders betroffen sind Jugendliche, die aus ländlichen Regionen in die Städte migrieren. Mit dem Projekt von Solidar Suisse werden Jugendliche aus La Paz und Viacha mittels Weiterbildungen und Firmenpraktika in den Arbeitsmarkt integriert.

Solidar Suisse arbeitet für dieses Projekt zur Verbesserung der Arbeitssituation von Jugendlichen mit den Stadtverwaltungen von La Paz, Viacha und Sucre zusammen. Direkt eingebunden sind auch Unternehmen und Jugendorganisationen sowie Medienschaffende. Neben Bewerbungstrainings und Firmenpraktika geht Solidar Suisse auch die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen an und will bessere Bedingungen für Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt schaffen, indem die Städte darin unterstützt werden, eine aktive Arbeitsmarktpolitik für Jugendliche zu betreiben. Weiterbildungen und Wettbewerbe für Medienschaffende sowie eine breit angelegte Kommunikationskampagne sollen dazu beitragen, dass die jungen Menschen in Zukunft bessere Aussichten auf eine sichere und korrekt bezahlte Arbeit in den bolivianischen Städten haben.

Das Projekt Arbeitsmarktintegration Bolivianischer Jugendlicher wurde durch den Migros-Unterstützungsfonds gefördert.

Geschichte

Brayan - Ein junger Minenarbeiter

In der bolivianischen Minenstadt Llallagua gibt es kaum Perspektiven für Jugendliche. Doch sie beginnen, sich für ihre Anliegen zu organisieren. Zum Beispiel Brayan.