Gewalt gegen Frauen und Teenagerschwangerschaften sind in El Salvador weit verbreitet und haben durch die Covid Krise stark zugenommen. Auch Femizide haben sich in der Krise stark gehäuft. Mitverantwortlich für diese Situation ist die Kriegsvergangenheit und eine traditionell machistische Kultur, aber auch ein mangelndes Verständnis für die Rechte und Mitsprache von Frauen. Solidar Suisse setzt deshalb auf den Schutz und die Mitbestimmung von Frauen in 32 ländlichen Gemeinden in Chalatenango im Norden El Salvadors.

So klären beispielsweise Jugendliche andere Jugendliche über Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung auf. Frauen fordern die Umsetzung von kommunalen Gleichstellungs-Gesetzen sowie die Einrichtung von Gleichstellungs-Büros, welche auch als Erst-Anlaufstellen für die Opfer häuslicher Gewalt dienen. Die lokalen Frauengruppen führen Kampagnen zur Gewaltprävention und für Frauenrechte durch.

POLITISCHER KAMPF GEGEN ABSOLUTES ABTREIBUNGSVERBOT IN EL SALVADOR

Zwar wurden in den letzten Jahren in El Salvador wichtige neue Gesetze zur Beseitigung der Diskriminierung von Frauen verabschiedet. Doch es hapert weiterhin an der realen Durchsetzung der Frauenrechte. Der aktuelle Präsident Nayib Bukele hat wichtigen Gleichstellungsämtern Budget gestrichen. Ausserdem besteht in El Salvador ein absolutes Abtreibungsverbot – sogar wenn das Leben der Frau bedroht ist. Aufgrund des Drucks der Frauen-Organisationen im Land und ihrer international unterstützten Kampagne wurden mehrere Frauen aus dem Gefängnis entlassen, die wegen angeblicher Tötung ungeborenen Lebens bis zu 30-jährige Haftstrafen erhielten.

Share buttons Header Image

Aktuell