Frauen der beiden Bürgerkriegsparteien haben sich gemeinsam im „Mütter- und Kriegsopferverein“ organisiert. Sie setzen sich für die Versöhnung, die Gemeindeentwicklung und gegen die Gewalt an Frauen und Kindern ein. Und sie produzieren alle Kakao.

Waslala ist eine ländliche und gebirgige Gemeinde mit schlecht ausgebauter Geschäfts-, Finanz- und Regierungsstruktur und ein Gebiet das stark vom Bürgerkrieg betroffen war. Die meisten Familien leben hier in grosser Armut, mehrheitlich von kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Die Bevölkerung ist ein Gemisch aus ethnischen Minderheiten, Kriegsvertriebenen sowie neuen SiedlerInnen auf der Suche nach einem Stück Land.

Kakao: Förderung von Anbau und Wertschöpfung

Solidar Suisse fördert in Waslala den nachhaltigen Anbau und die Wertschöpfung in der Kakao- und Schokoladeproduktion. In Waslala gedeiht die Kakaopflanze besonders gut und es gibt mehrere grosse Plantagen. Die 250 Mitglieder des „Mütter- und Kriegsopfervereins“ werden beim Anbau, der Lagerung und Vermarktung des Kakaos unterstützt oder es werden mit Baumschulen und einer Kleinfabrik für biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel andere Einkommensmöglichkeiten geschaffen

Der Verein investiert seit 2017 in die notwendige Infrastruktur für den Ankauf und die Lagerung von Kakao. Um die Qualität des Kakaos zu verbessern, wird vermehrt technische Unterstützung für die  Kakaoproduzierenden angeboten. Zusätzlich werden 100 Kakaoproduzierende beim Prozess der Erlangung einer Zertifizierung unterstützt. Der Verein kauft Kakao sowohl von den eigenen Mitgliedern wie auch von bis zu 200 externen Kakaoproduzierenden aus der Region und verbessert damit das Einkommen eines Teils der Betroffenen um 10 – 20 Prozent. Der Verein hat 2017 und 2018 je einen Abnahmevertrag mit einem internationalen Schokoladehersteller abgeschlossen. Für die Zukunft ist geplant, dass längerfristige Abnahmeverträge mit mehreren Schokoladeherstellern abgeschlossen werden.