Im ländlichen El Salvador holen viele arme Menschen das Wasser aus Bachläufen oder Brunnen. Es ist verunreinigt und führt häufig zu Krankheiten. Solidar Suisse unterstützt den Aufbau der Trinkwasserversorgung und fördert gleichzeitig die Mitsprache der Bevölkerung.

Seit dem Wiederaufbau nach dem Wirbelsturm Mitch im Jahre 1999 engagiert sich Solidar Suisse für das Recht auf sauberes Trinkwasser und den damit einhergehenden Service public. Solidar arbeitet in armen ländlichen Gebieten mit Partnerorganisationen, Gemeinderäten und der staatlichen Wasser-Behörde zusammen, um kommunale Trinkwassersysteme zu bauen und lokale Wasserkomitees zu gründen und zu schulen. Diese sind für die technischen, administrativen und sozialen Aspekte der kommunalen Wasserversorgung zuständig. Die Gemeinden übernehmen einen Teil der Kosten für deren Bau und Reparatur und unterstützen die Wasserkomitees bei der nachhaltigen Nutzung und Instandhaltung der Wassersysteme. Die Dorfgemeinschaften beteiligen sich mit Freiwilligen-Arbeit bei einfachen Bauarbeiten.

Trinkwasser für 1400 Familien

Die erfolgreiche Beteiligung der lokalen Bevölkerung bei der Einführung von Trinkwassersystemen führt auch zu stärkerem Engagement im Ressourcenschutz und bei Aktivitäten von Gemeindekomitees. 1400 Familien in elf Dörfern – etwa 6500 Personen – haben zwischen 2013 und 2016 Trinkwasseranschlüsse in ihren Häusern erhalten. Die Wasserqualität wird von lokalen VertreterInnen des Gesundheitsministeriums überwacht, die zusammen mit Gemeindemitarbeitenden Schulungen und Hausbesuche durchführen, bei denen sie nachhaltige Wassernutzung und Hygienemassnahmen thematisieren.

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Hintergrund

El Salvador Hintergrund

Seit mehreren Jahren hat El Salvador eine linke Regierung. Dies hat sich positiv auf die Beteiligung der Bevölkerung ausgewirkt, doch Armut, Gewalt und der Klimawandel bleiben drängende Probleme. Solidar Suisse leistet in der Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen einen Beitrag zu Demokratisierung, fairer Arbeit und einem würdigen Leben in El Salvador.