Für viele junge BosnierInnen sind die Berufsaussichten wenig rosig. Berufsberatungen, Berufsmessen und praxisorientierte Ausbildungen schaffen neue Perspektiven.

Die Arbeitslosigkeit in Bosnien und Herzegowina ist hoch. Besonders betroffen sind junge Menschen, von denen über 50 Prozent arbeitslos sind. Dies liegt einerseits an der schlechten Wirtschaftslage – es gibt schlicht zu wenige Arbeitsstellen –, andererseits lernen die Jugendlichen an den Berufsschulen nicht, was es für den Arbeitsmarkt braucht. Zudem haben die Jugendlichen und ihre Eltern kaum Kenntnis von den existierenden Ausbildungsmöglichkeiten und den anschliessenden Berufsaussichten.

Berufsberatung in der Schule
Mit der Einführung von Berufsberatung in der Grundschule, der Organisation von Berufsmessen und Veranstaltungen in Berufsschulen zum Einstieg in die Arbeitswelt tragen die Solidar-Partneroganisationen Zora aus Zenica (Bosnische Föderation) und das Jugendinformationszentrum aus Banja Luka (Republika Srpska) dazu bei, dass die Jugendlichen besser über Ausbildungsmöglichkeiten, Berufsrealität und Chancen auf dem Arbeitsmarkt Bescheid wissen. Die Berufsmessen sollen zudem den Informationsaustausch zwischen Schulen und Arbeitgebenden verbessern, um die Praxisrelevanz der Ausbildungen zu fördern. Die enge Zusammenarbeit der beiden NGOs macht es möglich, dass erfolgreiche Konzepte landesweit umgesetzt werden. Bis Ende 2016 sollen die angebotenen Dienstleistungen in den drei Städten Banja Luka, Bijeljina und Zenica nachhaltig etabliert werden. Das regionale Projekt "Jugend & Arbeit" vereint fünf Teilprojekte in Kosovo, Bosnien und Herzegowina und Serbien. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Erfahrungsaustausch unter den Projektpartnern.

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Hintergrund

Arbeit für Jugendliche

In den meisten Staaten ist die Arbeitslosenrate bei Jungen doppelt bis dreimal so hoch wie bei über 25-Jährigen, und weltweit sind beinahe vier von zehn jugendlichen Erwerbstätigen arm.