29 Okt 20

Kinderarbeit exisitiert und darf nicht verharmlost werden. Gemäss der internationalen Arbeitsorganisation ILO arbeiten in Afrika 72 Millionen Kinder. Über 30 Millionen dieser Kinder verrichten ihre Arbeit unter gefährlichen Umständen. Die Verharmlosung von Kinderarbeit schadet nicht nur den betroffenen Kindern, sondern auch der wirtschaftlichen Entwicklung ganzer Länder. Solidar Suisse macht trotz Widerständen auf prekäre Kinderarbeit aufmerksam und setzt sich vor Ort für positive Veränderungen ein.

Kinder schuften in Minen, versprühen Pestizide auf Feldern oder müssen als Hausangestellte Tag und Nacht verfügbar sein. Solche Arbeiten verursachen häufig körperliche und seelische Langzeitschäden. Die betroffenen Kinder können vielfach nicht zur Schule gehen und haben kaum Zeit zum Spielen. Leider sprechen wir hier nicht von Einzelfällen, sondern von ganzen Wirtschaftszweigen, die auf billige Arbeitskräfte angewiesen sind.

Kinderarbeit: Weit verbreitet und vielfach ausbeuterisch

Aktuelle Studien zeigen, dass weltweit immer noch über 150 Millionen Kindern arbeiten müssen. Die Hälfte dieser Kinder (73 Millionen) leiden unter gefährlichen oder ausbeuterischen Arbeitsbedingungen. Zahlreiche Untersuchungen von internationalen Organisationen und spezialisierten NGOs belegen das Ausmass und die Schädlichkeit von Kinderarbeit. Kinderarbeit ist auch aus wirtschaftlicher Sicht ein grosses Problem mit langfristigen Folgen für die Gesellschaft. Denn das generelle Lohnniveau wird durch Kinderarbeit gesenkt und Analphabetismus bleibt erhalten.

Kinderarbeit thematisieren und Lösungen finden

Auch Burkina Faso, eines der ärmsten Länder dieser Welt, ist stark von Kinderarbeit betroffen. Im Alter zwischen 10 und 14 Jahren müssen bereits 45 Prozent der Kinder arbeiten. Besonders häufig werden Kinder auf Baumwollfeldern eingesetzt. Gemäss der Studie, die vom burkinischen Forschungszentrum Cerfodes 2016 im Auftrag von Solidar Suisse durchgeführt wurde, arbeiten in Burkina Faso 250‘000 Kinder unter prekären Bedingungen auf den Bauwollfeldern. Diese Kinder leiden unter langen Arbeitszeiten und der Belastung durch Pestizide. Vielfach können diese Kinder auch nicht zu Schule gehen und verlieren damit jegliche Perspektive auf eine bessere Zukunft. Solidar Suisse kritisiert diese Art von Ausbeutung und arbeitet in Ländern wie Burkina Faso, Pakistan und Kambodscha mit lokalen Teams an der Verbesserung der Lebensbedingungen von armen Familien und ihren Kindern.

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