24 Apr 20
Lionel Frei

Vor gut einem Jahr zog der Wirbelsturm Idai eine Spur der Verwüstung durch Moçambique, eines der ärmsten Länder in Subsahara-Afrika. Nun steht das Land bereits wieder vor einer Herkulesaufgabe: die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern. Noch sind die Fallzahlen gering. Damit das auch so bleibt, hilft Solidar Suisse mit, wichtige Hygienemassnahmen zu ergreifen.

Solidar-Landeskoordinator Jorge Lampião erzählt, was er bisher unternommen hat: «Über Ostern haben wir in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsdienst von Macate einen Posten zur Desinfektion und Aufklärung der Bevölkerung eingerichtet. Dort können die Menschen ihre Hände waschen und Fahrzeuge, vor allem viele Lastwagen, die PassagierInnen transportieren, werden mit chlorhaltigem Wasser besprüht. Ausserdem erklären wir den PassantInnen die Präventionsmassnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.»

Der Posten befindet sich nicht zufällig an einer stark frequentierten Strasse zwischen Chimoio und  Macate. Etwa 70 Prozent der landwirtschaftlichen Produkte, die in der Stadt Chimoio verkauft werden, stammen aus dem Distrikt Macate. Umgekehrt ist Chimoio das grösste Einkaufszentrum für die BewohnerInnen von Macate. Daher bewegen sich hier in beide Richtungen von den frühen Morgenstunden bis acht Uhr abends viele Menschen – Männer, Frauen und Kinder.

Solidar Suisse hat zunächst einen Wassertank von 1500 Litern montiert und dessen Versorgung organisiert. Nun braucht es laut Jorge Lampião dringend permanente oder mobile Latrinen für die Personen, die an den Posten arbeiten, darunter freiwillige AktivistInnen, Gesundheitspersonal und Polizeiangehörige.

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