8 Okt 19
Iwan Schauwecker

In Burkina Faso kam es letzte Woche erneut zu einem Angriff von Rebellen, bei dem etwa 20 Menschen getötet wurden. Inzwischen ist die Anzahl der intern Vertriebenen in Burkina Faso auf fast 300'000 Menschen gestiegen. Solidar Suisse setzt sich mit einem Projekt im Norden des Landes für den Dialog und gegen gewalttätigen Extremismus ein.

Der Angriff vom vergangenen Freitag ereignete sich in der nördlichen Provinz Soum. Gemäss militärischen Angaben wurden in der Goldmine Dolmane etwa 20 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt.

Vier Jahre Eskalation

Seit gut vier Jahren häufen sich die terroristischen Anschläge in der Sahel-Region. Seither hat sich die Sicherheitslage in Burkina Faso und den umliegenden Ländern deutlich verschlechtert. Die Regionalorganisation G5-Sahel bekämpft die islamistischen Gruppen militärisch. Die Truppen aus Burkina Faso, Tschad, Mali, Mauretanien und Niger, die von der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich und Deutschland unterstützt werden, haben bisher kein Ende der Gewalt gebracht.

300'000 Flüchtlinge

Überfälle auf abgelegene Dörfer und Attentate haben in Burkina Faso inzwischen rund 300’000 Menschen zur Flucht in den Süden des Landes gezwungen. Die Anschläge führen auch vermehrt zu Misstrauen und Gewalt zwischen verschiedenen Volksgruppen. Etwa 2000 Schulen mussten geschlossen werden. In diesem schwierigen Umfeld setzt sich Solidar Suisse in Burkina Faso mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union für Dialog und Friedensförderung ein.

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