18 Mär 19
Iwan Schauwecker

Der Tropensturm «Idai» hat in Moçambique grosse Zerstörung angerichtet. Solidar Suisse ist in den besonders betroffenen Provinzen mit Entwicklungsprojekten aktiv. Die 15 MitarbeiterInnen vor Ort sind wohlauf. Nun wird abgeklärt, welche Schäden die Brunnenprojekte von Solidar Suisse davontrugen und inwiefern Nothilfe geleistet werden kann.

Der Zyklon, der letzten Freitag auf Land traf, brachte heftige Regenfälle und Orkanwinde. Besonders betroffen von Überschwemmungen und Sturmschäden sind die Provinzen Sofala, Zambezia, Tete und Manica, wo sich auch das Koordinationsbüro von Solidar Suisse befindet. Die Kommunikation mit den betroffenen Gebieten war in den letzten drei Tagen unterbrochen. Inzwischen gibt es wieder Telefonverbindungen und wir sind in Kontakt mit den lokalen MitarbeiterInnen.

Zerstörte Lebensgrundlagen und Infrastruktur

Das Ausmass der Schäden ist allerdings noch nicht bekannt. Die ersten Berichte deuten darauf hin, dass es in Moçambique mindestens 66 Todesopfer gab und zahlreiche Häuser, Strassen, Brücken und Felder zerstört wurden. Dies führt zu einer besonderen Gefährdung der Ernährungssicherheit von Menschen, die bereits von früheren Überschwemmungen und Dürren betroffen waren. Auch die Wasserversorgung ist vielerorts unterbrochen.

Abklärungen für Nothilfe

Solidar Suisse hat in den letzten Jahren den Brunnenbau in ländlichen Gebieten von Moçambique unterstützt. Es wird nun abgeklärt, ob die Brunnen durch die Überschwemmungen beeinträchtigt sind. Zudem laufen Abklärungen, ob und in welcher Weise Solidar Suisse sich an humanitärer Hilfe für die Opfer des Tropensturms beteiligen kann.

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