20 Feb 19

Die Botschaft der Vereinten Nationen zum heutigen Welttag lautet: „Soziale Gerechtigkeit ist Grundlage für Frieden und weltweite Entwicklung“.  Doch was bedeutet überhaupt soziale Gerechtigkeit? Und wie kann sie erreicht werden? 

Soziale Gerechtigkeit meint eine faire Verteilung von Rechten, Möglichkeiten und Ressourcen. Diese Aufgabe übernehmen heute meist staatliche Institutionen, beispielsweise mittels Steuern oder durch obligatorische Sozialversicherungen. Doch auch Unternehmen sind wichtige Akteure für oder gegen soziale Gerechtigkeit. Ein wichtiger Aspekt, bei dem Unternehmen eine entscheidende Rolle spielen, ist eine faire Entlöhnung für die geleistete Arbeit. 

15 Rappen pro Stunde – 8 Stunden am Tag
Obwohl die Idee von fairer Arbeit für alle gemeinhin als notwendig betrachtet wird, ist die Umsetzung noch weit nicht überall in der Welt angekommen. Eine Studie der University of California hat beispielsweise kürzlich besorgniserregende Zustände in Indien aufgedeckt: Mehr als 13 Millionen Frauen und Mädchen arbeiten von zu Hause aus für Textilfabriken. Die Heimarbeiterinnen schuften täglich mehr als 8 Stunden und verdienen dabei etwa 15 Rappen pro Stunde. Mit sozialer Gerechtigkeit hat das wenig zu tun.

Veränderung und Verbesserung herbeiführen
Damit solche Ungerechtigkeiten ausgemerzt werden können, müssen wir beim Ursprung beginnen: Konzerne aus reichen Nationen wie der Schweiz müssen Verantwortung übernehmen. Mit ihren internationalen Geschäften verletzen auch Schweizer Unternehmen immer wieder die Menschenrechte. Und die Bereitschaft, freiwillig gegen Kinderarbeit, Ausbeutung oder unzureichende Löhne in ihrer Lieferkette vorzugehen, lässt zu wünschen übrig. Deshalb engagiert sich Solidar Suisse in der Schweiz für die Konzernverantwortungsinitiative. Die Initiative will, dass verbindliche Regelungen zum Schutz von Mensch und Umwelt im Gesetz verankert werden. Mit unseren Projekten in 15 Ländern kämpfen wir ausserdem vor Ort für mehr soziale Gerechtigkeit. 

 

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