15 Mai 18

In der Schweiz ist Asbest schon längst verboten. Doch in Entwicklungsländern wird der Stoff weiterhin eingesetzt. Und dies mit fatalen Folgen: Weltweit sterben heute 100‘000 Menschen an den Folgen von Asbest. Solidar Suisse setzt sich für ein weltweites Verbot von Asbest und den Schutz der betroffenen ArbeiterInnen ein.

Es ist kaum zu glauben: In vielen Entwicklungsländern ist Asbest immer noch erlaubt. Dies, obwohl die schweren gesundheitlichen Folgen erwiesen sind und Asbest zu den weltweit gefährlichsten Stoffen gehört – die feinen Elemente dringen tief in die Lungen ein und verursachen noch Jahrzehnte später verschiedene Formen von Krebs oder Lungenkrankheiten. Trotzdem hat die starke Lobby der Hersteller bisher erfolgreich verhindert hat, dass Asbest in die Rotterdam-Konvention aufgenommen wird. Die Konvention regelt weltweit den Einsatz von gefährlichen Chemikalien und Pestiziden.

100'000 Asbest-Opfer pro Jahr

Nach konservativen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben weltweit jährlich 100‘000 Menschen an den Folgen von Asbest. Die gefährliche Faser wird zudem verantwortlich gemacht für mehr als die Hälfte der arbeitsbezogenen Krebserkrankungen. Und die Spitze der Kurve ist noch nicht erreicht! Denn Asbest boomt in Asien – die Grossregion verbraucht mehr als eine Million Tonnen pro Jahr. Bereits jetzt verzeichnen Forscher einen dramatischen Anstieg von Asbest-bezogenen Krebsfällen.

Die Leidtragenden sind wie so oft die Allerärmsten. Tagelöhner, Migranten und einfache ArbeiterInnen, die auf dem Bau, in Bergwerken und beim Verschrotten von Schiffen mit dem hochgiftigen Asbestkontaminiert werden.
Sie wissen nichts und sie erfahren auch von ihren Arbeitgebe rn nichts über Asbest und seine gefährlichen Auswirkungen. Darum schuften sie ohne irgendwelche Schutzmassnahmen oder Schutzkleidung, bis sie irgendwann unheilbar erkranken.
Solidar kämpft für die Gesundheit und die Rechte dieser Menschen. Als Partner eines internationalen Anti-Asbest-Netzwerkes klären wir ArbeiterInnen und Arbeitgeber vor Ort über die tödlichen Auswirkungen von Asbest auf. Und wir helfen Erkrankten und ihren Familien, wenn sie in finanzielle Not geraten.

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