15 Nov 17
Iwan Schauwecker

In Buenos Aires findet in diesen Tagen die «Weltkonferenz zur nachhaltigen Beseitigung der Kinderarbeit» statt.  Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen heute 152 Millionen Kinder arbeiten. Solidar Suisse engagiert sich mit Projekten in Pakistan und Burkina Faso für eine Verbesserung der Situation arbeitender Kinder.

Gemäss jüngsten Zahlen der ILO sind weltweit 152 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 17 Jahren von Kinderarbeit betroffen. Im Rahmen der Agenda 2030 wird von den Staaten im Ziel 8.7 gefordert, bis 2025 jeder Form von Kinderarbeit ein Ende zu setzen. In der Eröffnungsrede der Konferenz machte ILO-Direktor Guy Rider sowohl auf Fortschritte als auch auf problematische Trends aufmerksam.

So sei die Zahl der arbeitenden Kinder in den letzten 20 Jahren um fast 100 Millionen gesunken. In den vergangenen vier Jahren sei diese positive Entwicklung jedoch auffällig stark gebremst worden. Mit der Konferenz in Buenos Aires soll der Beseitigung  von Kinderarbeit eine neue Dynamik verliehen werden. Auch die Schweiz will sich international stärker gegen Kinderarbeit einsetzen und nimmt im Rahmen dieses Engagements erstmals an der internationalen Konferenz gegen Kinderarbeit teil.

Solidar Suisse setzt sich in Pakistan und Burkina Faso, wo Kinderarbeit weit verbreitet ist, für eine Verbesserunge der Situation der arbeitenden Kinder ein. In Pakistan werden Eltern, Arbeitgebende und Behörden über die Gefahren von Kinderarbeit und die Wichtigkeit des Schulbesuchs informiert. In zwei Schulen bietet Solidar Suisse 400 arbeitenden Kindern Schutz, Therapie und ein ihren Bedürfnissen angepassten Unterricht an.

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