3 Nov 17

Inzwischen sind über 600‘000 Rohingya vor Gewalt und Verfolgung aus ihrer Heimat Myanmar in das Nachbarland Bangladesch geflohen. Seit Beginn des Monats November unterstützt Solidar Suisse zusammen mit der deutschen Hilfsorgansiation AWO International 1‘200 Menschen mit dem Nötigsten.

„Wir haben kaum Kleidung, kein sauberes Wasser und ich weiss nicht wie ich meine Kinder in der Nacht warm halten kann“ schildert Khatoon Fatima die Situation im Auffanglager Balukhali, in dem sie seit zwei Wochen lebt. Grundnahrungsmittel werden vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen verteilt. Doch die sanitären Verhältnisse sind katastrophal und Durchfallerkrankungen weit verbreitet.

Solidar hilft mit Baumaterial, Toiletten und Ziehbrunnen

Solidar Suisse arbeitet in Balukhali mit der deutschen Hilfsorganisation AWO und der lokalen Partnerorganisation Agrajattra zusammen, um die Situation der Menschen im Flüchtlingscamp zu verbessern. Seit Beginn des Monats werden 220 Familien, also insgesamt 1200 Menschen, unterstützt. Die Familien erhalten Bambuspfähle, Zeltplanen, Seile und Bambusmatten, um stabile Notquartiere zu errichten.

Neuankommende erhalten Matratzen, Decken, Moskitonetze, Sandalen, Kleidung, wiederverwendbare Damenbinden, Seifen und Zahnhygienesets. Darüber hinaus werden Toiletten und Ziehbrunnen gebaut, um die sanitäre Situation im Lager zu verbessern. Frauen profitieren von eigenen Waschbereichen. Es wird darauf geachtet, dass insbesondere die Bedürftigsten versorgt werden und die Geflüchteten werden beim Aufbau der Behausungen unterstützt und in Hygienefragen beraten.

Khatoon Fatima blickt in eine ungewisse Zukunft. Doch mit unserer Nothilfe erhalten Menschen wie sie das Nötigste und zumindest vorübergehend etwas Sicherheit.

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