10 Aug 17
Iwan Schauwecker

Dank dem Einsatz von Solidar Suisse und China Labor Watch wird die reguläre Arbeitswoche bei allen Zulieferfabriken der Spielzeugproduzenten Mattel, Disney und Hasbro von sechs auf fünf Tage reduziert. Dadurch steigen auch die Löhne der ArbeiterInnen, weil Überstunden am Samstag besser als bisher vergütet werden.

Ab Januar 2018 wird in allen Zuliefererfabriken von Mattel, Disney und Hasbro in China nur noch an fünf Tagen pro Woche regulär gearbeitet. Damit kommt Bewegung in eine Branche, die von massiven Überstunden und schlechten Löhnen geprägt ist. Dies dank dem Engagement von Solidar Suisse und China Labor Watch, die sich gemeinsam für faire Arbeitsbedingungen in den chinesischen Spielwarenfabriken einsetzen.

Mehr Freizeit und besserer Lohn

China Labor Watch hat erreicht, dass bei ICTI-Care, einem wichtigen Standard in der chinesischen Spielwarenproduktion, für die Zulieferbetriebe der grossen internationalen Spielwarenkonzerne nur noch eine reguläre Arbeitswoche von fünf Tagen akzeptiert wird. Damit haben die ArbeiterInnen dieser Spielzeugfabriken nicht nur mehr Freizeit, sondern werden für allfällige Überstunden am Samstag deutlich besser bezahlt. Das chinesische Arbeitsgesetz schreibt die 40-Stunden-Woche vor, und für Überstunden am Wochenende muss der doppelte Stundenlohn ausbezahlt werden.

Fair-Toys-Kampagne geht weiter

Die neue Regelung betrifft insgesamt 28 Fabriken, die in China mit ICTI-Care assoziiert sind. Solidar Suisse ist erfreut über den jüngsten Entscheid von ICTI-Care, wird aber genau verfolgen, wie die Vorgaben umgesetzt werden. Für eine umfassende Durchsetzung fairer Arbeitsbedingungen in den Fabriken braucht es weiterhin Druck auf die Spielwarenkonzerne. Wir werden die Probleme in der Spielzeugproduktion weiterhin genau beobachten und über Missstände in den Fabriken berichten.

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