19 Mai 17
Iwan Schauwecker

In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hat Solidar Suisse Anfang Mai eine Regierungskonsultation zum Schutz arbeitender Kinder organisiert. Mehr als 130 VertreterInnen der pakistanischen Zivilgesellschaft nahmen an diesem Treffen teil. Kinder werden in Pakistan weiterhin sehr häufig als Arbeitskräfte eingesetzt und ihr Recht auf Bildung missachtet.

In manchen Fabriken Pakistans arbeiten Kinder auch heute noch bis zu 8 Stunden pro Tag und bleiben dabei von jeglicher Schulbildung ausgeschlossen. Besonders in kleinen Ziegel- und Backsteinfabriken ist Kinderarbeit weit verbreitet. In Pakistan gibt es schätzungsweise 18‘000 dieser Fabriken und 4,5 Millionen Pakistani sind von den Jobs in der Backsteinfertigung abhängig. Kinder, die in diesen Fabriken arbeiten, sind sozial benachteiligt und leiden unter der schlechten Luftqualität, die im Umfeld dieser Fabriken herrscht.

Gesetze zum Schutz der Kinder

Valerie Khan, die Direktorin der Solidar-Partnerorganisation Group Development Pakistan, sieht Fortschritte seitens der Regierung und erhofft sich, dass bei künftigen Gesetzesrevisionen die Rechte der Kinder weiter gestärkt werden.  

Im Rahmen der Regierungskonsultation wurde beschlossen, die verschiedenen Stakeholder, also Fabrikbetreiber, Regierungsvertreterinnen und NGOs zum Schutz der Kinder und der Umwelt in einem gemeinsamen Aktionskomitee zu organisieren. Ziel ist, dass alle Kinder zwischen 6 und 15 Jahren eine kostenlose und obligatorische Schulbildung durchlaufen können, um ihnen eine kindgerechte Entwicklung frei von Ausbeutung und Diskriminierung zu garantieren.

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