Der Bundesrat empfiehlt die Konzernverantwortungsinitiative zur Ablehnung. Damit verpasst er eine wichtige Gelegenheit, um globale Geschäfte und Menschenrechte auf einen Nenner zu bringen. Die Initiative verlangt, dass Schweizer Konzerne die Menschenrechte global einhalten.

Freitag, 9. Dezember 2016

Solidar Suisse begrüsst die Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP). Über fünf Jahre nach Annahme der Uno-Leitprinzipien hat die Schweiz nun eine Strategie zu deren Umsetzung. Doch enttäsuchend ist, dass die wichtigsten Vorschläge der Zivilgesellschaft nicht aufgenommen wurden. So bleibt die Konzernverantwortungsinitiative das Mittel der Wahl, um in der Schweiz ansässige Konzerne zur Einhaltung der Menschenrechte zu verpflichten.

Barbie kämpft heute auf der Strasse und in den Online-Shops von Amazon und Galaxus für faires Spielzeug. Die Puppe, Markenzeichen des Spielzeuggiganten Mattel, prangert die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen an, unter denen sie in chinesischen Fabriken hergestellt wird. Ein investigativer Report der Entwicklungsorganisation Solidar Suisse deckt die Probleme auf: Exzessive Überstunden, Gifte am Arbeitsplatz und Tiefstlöhne sind in den Spielwarenfabriken trister Alltag. Für eine Verbesserung bräuchte es wenig. Eine minimale Erhöhung des Ladenpreises um 2 Rappen pro Barbie könnte den Fabriklohn verdoppeln.

Das neue CO₂-Gesetz dient der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens vom Dezember 2015. Der vorgelegte Gesetzesentwurf wird diesem Anspruch jedoch nicht gerecht. Zentrale Aspekte fehlen, wie beispielsweise der vollständige Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien bis 2050. Die Klima-Allianz, bei der Solidar Suisse beteiligt ist, wird die Gesetzesvorlage analysieren und Änderungen im Sinn ihres «Klima-Masterplans Schweiz» vorschlagen.

Seiten

Solidar Suisse informiert

Eva Geel

Kontakt für Medien

Deutschschweiz
Eva Geel, Leiterin Kommunikation
Tel:+41 (0)44 444 19 43
Mobile:+41 (0)79 430 82 22
E-Mail: eva.geel@solidar.ch