Pünktlich zum Kinostart des Disney-Films Frozen II enthüllt der neuste Toys-Report von Solidar Suisse die miesen Arbeitsbedingungen in chinesischen Spielzeugfabriken, in denen auch Merchandise-Artikel rund um die beliebten Filmgeschwister Anna und Elsa produziert werden. So auch der "Frozen II Snow Globe Surprise". Die Spielzeug-Plastikkugeln werden in der Fabrik Kong Xing in Guangdong deutlich unter dem Existenzlohn gefertigt: Die ArbeiterInnen erhalten einen Basislohn von 243 Franken pro Monat. Ein Existenzlohn in China liegt 2019 bei rund 420 Franken. Zwei Drittel aller Spielsachen in Schweizer Läden stammen heute aus China.

In fast jedem sechsten Produkt im Schweizer Detailhandel steckt Palmöl. Auch in den Produkten des Schweizer Nahrungsmittelriesen Nestlé ist Palmöl omnipräsent. Eine neue Recherche von Solidar Suisse zeigt, wie ArbeiterInnen auf Plantagen in Malaysia, von denen Nestlé Palmöl bezieht, ausgebeutet werden. Auf den abgelegenen Plantagen sind sie der Willkür der Plantagenbetreiber ausgeliefert, Kinder- und Zwangsarbeit sind weit verbreitet. Solidar Suisse fordert von Nestlé Transparenz und faire Arbeitsbedingungen in den Plantagen.

Donnerstag, 5. September 2019

Die Schweiz ist mit dem Pariser Klimaübereinkommen internationale Verpflichtungen ein­gegangen; solche gibt es auch im Bereich Entwicklungszusammenarbeit. Alliance Sud legt in einem Positionspapier die Zusammenhänge dar und plädiert dafür, dass die Schweiz ihrer finanziellen Verantwortung nachkommt.

Das Solidar-Gemeinderating zeigt 2019 Hocherfreuliches: Die Zahl der Bestplatzierten hat sich von 12 auf 16 erhöht und es gibt keine Gemeinde mehr mit 0 Punkten. Konkret heisst das: Immer mehr Gemeinden richten ihre Beschaffungspraxis auf soziale Nachhaltigkeit aus und engagieren sich in der Entwicklungszusammenarbeit. Spitzenreiterin der Schweiz ist Carouge, die Aufsteigerin des Jahres ist  Uster.

Das heute vom Parlament verabschiedete Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) schafft neue Möglichkeiten für sozial und ökologisch verantwortungsvollen Einkauf. Während des zehn Jahre dauernden Revisionsprozesses hat sich ein Paradigmenwechsel zugunsten von Nachhaltigkeit und Qualität durchgesetzt. Das ist nicht zuletzt der Arbeit der NGO-Koalition zur öffentlichen Beschaffung zu verdanken. Wermutstropfen ist jedoch, dass neu unterschiedliche Preisniveaus in den Produktionsländern berücksichtigt werden sollen.

Donnerstag, 6. Juni 2019

Bund und Kantone müssen die Weichen jetzt richtig stellen, wenn die Schweiz die Uno-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung umsetzen will. Dazu gehört nament­lich die nächste "Strategie Nachhaltige Entwicklung" (SNE), die der Bundesrat bis Ende Jahr verab­schieden will. Aber auch die Ziele und Kriterien der internationalen Zusammenarbeit 2021-2024 müssen auf die Agenda 2030 abgestimmt werden.

Solidar Suisse engagierte sich 2018 mit Erfolg für benachteiligte und unterdrückte Menschen. Die Organisation verzeichnete ein gutes Spendenjahr. Die Tatsache, dass der Umsatz von Solidar Suisse gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent gesunken ist, ist vor allem auf auslaufende Projekte zurückzuführen. Demgegenüber haben projektgebundene Spenden um 21 Prozent und damit auf einen Rekordwert zugenommen, was das Vertrauen der Geldgeber in die Arbeit von Solidar Suisse belegt.

In vielen Ländern – insbesondere in Asien – ist stark krebserregendes Asbest immer noch verbreitet und fordert jährlich über 220‘000 Todesopfer. Die 9. Konferenz der Rotterdamer Konvention, die derzeit in Genf tagt, könnte Weissasbest auf die Liste gefährlicher Chemikalien setzen und damit den weltweiten Handel einschränken. Doch Russland, der wichtigste Produzent von Weissasbest, setzt sich für eine Blockade dieses Prozesses ein. Solidar Suisse, die Unia und andere Opfervereinigungen fordern von den beteiligten Staaten, dass sie sich mit voller Kraft für ein weltweites Verbot von Asbest einsetzen.

Angesichts der Flutkatastrophe in Moçambique fordern mehrere Schweizer NGOs in einem offenen Brief die Credit Suisse auf, dem krisengeschüttelten Land die Rückzahlung eines Milliardenkredits zu erlassen. Es handelt sich um Schulden in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar als Folge betrügerischer Absprachen zwischen der Credit Suisse, der russischen Bank VTB, internationalen Auftragnehmern und moçambiquanischen Regierungsvertretern. Die illegal aufgenommenen Kredite stürzten Moçambique 2016 in eine bis heute andauernde Finanzkrise und erschweren nun den Wiederaufbau des Landes erheblich.

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