Donnerstag, 6. Dezember 2018
Iwan Schauwecker

450 Millionen Franken geben Schweizer KonsumentInnen vor Weihnachten für Spielzeug aus. Das meiste davon stammt aus China, wo ArbeiterInnen in den Spielzeugfabriken unter massiven Überstunden, Schlafmangel und sehr tiefen Löhnen leiden. Ein minimaler Aufpreis könnte den ArbeiterInnen bereits die Existenz sichern. Doch die menschenunwürdigen Bedingungen gehören weiterhin zum Geschäftsmodell der Markenunternehmen. Dies zeigt der neue investigative Report aus China. Zur Verbesserung der Missstände startet Solidar Suisse heute ein Onlineaktion: Die CEOs der Spielwarenkonzerne werden von KonsumentInnen zur Zahlung von Existenzlöhnen aufgefordert.

Dienstag, 11. September 2018
Iwan Schauwecker

Alliance Sud zeigt in einer heute veröffentlichten Recherche, wie auch mit der Steuervorlage 17 (SV17) Konzerngewinne in die Schweiz verschoben und hier extrem tief versteuert werden können. Die Behauptung, Sondersteuerregime würden mit der SV17 abgeschafft, ist nicht stichhaltig. Vielmehr will die Schweiz mit der SV17 an ihrem Steuer-Geschäftsmodell festhalten, das namentlich auch zu Lasten der Menschen im globalen Süden geht. 

Mehr als 60% der Pfannen, die wir in der Schweiz kaufen, werden in chinesischen Fabriken produziert. Die Unternehmen in der Schweiz, die Pfannen herstellen oder vertreiben – darunter Migros, Coop, Kuhn Rikon und Ikea – haben versprochen, die Zustände in den Fabriken zu verbessern. Der neue Bericht von Solidar Suisse zeigt: Dort wo hingeschaut wird, verbessert sich auch etwas. Allerdings bleibt noch viel zu tun, denn Arbeitsrechtsverletzungen sind nach wie vor an der Tagesordnung.

Mitte Juli wird die Schweiz ihren Fortschrittsbericht zur Agenda 2030 für nachhaltige Ent­wicklung vor der UNO in New York präsentieren. Heute hat der Bundesrat diesen Bericht verabschiedet. Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft wurden zwar konsultiert, davon ist jedoch so gut wie gar nichts in den Bericht eingeflossen. Namentlich fehlt eine ernsthafte Analyse, wo es in der Schweiz Handlungsbedarf gibt bei der Umsetzung des globalen Rah­menwerks für nachhaltige Entwicklung. Die "Plattform Agenda 2030", an der Solidar Suisse beteiligt ist, wird am 3. Juli eine kritische Analyse nachliefern.

Der Nationalrat hat heute den Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative angenommen. Dieser stellt einen Kompromiss zwischen den InitiantInnen und Kräften aus dem Parlament und der Wirtschaft dar. So haben die InitiantInnen beispielsweise immer wieder konstruktive Diskussionen mit dem Groupement des Entreprises Multinationales GEM geführt. Teile der Wirtschaft, wie das GEM oder die Migros unterstützen den heute vom Nationalrat gutgeheissenen Vorschlag.

Mittwoch, 9. Mai 2018
Iwan Schauwecker

Der Genfer SP-Nationalrat Carlo Sommaruga wird neuer Präsident von Solidar Suisse. Erfreulich für Solidar Suisse ist auch die deutliche Zunahme der Spenden und Legate im Geschäftsjahr 2017. Auf der Basis dieser Zuwendungen kann Solidar Suisse flexibel auf humanitäre Notlagen reagieren, so wie zuletzt in Bangladesch, wo Solidar Suisse  Nothilfe für geflüchtete Rohingya leistete. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von Solidar Suisse war die Kampagne für faire Spielsachen, die gravierende Missstände in chinesischen Fabriken aufdeckte.

Seiten

Solidar Suisse informiert

Eva Geel

Kontakt für Medien

Deutschschweiz
Eva Geel, Leiterin Kommunikation
Tel:+41 (0)44 444 19 43
Mobile:+41 (0)79 430 82 22
E-Mail: eva.geel@solidar.ch