Angesichts der Flutkatastrophe in Moçambique fordern mehrere Schweizer NGOs in einem offenen Brief die Credit Suisse auf, dem krisengeschüttelten Land die Rückzahlung eines Milliardenkredits zu erlassen. Es handelt sich um Schulden in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar als Folge betrügerischer Absprachen zwischen der Credit Suisse, der russischen Bank VTB, internationalen Auftragnehmern und moçambiquanischen Regierungsvertretern. Die illegal aufgenommenen Kredite stürzten Moçambique 2016 in eine bis heute andauernde Finanzkrise und erschweren nun den Wiederaufbau des Landes erheblich.

Mittwoch, 20. März 2019
Iwan Schauwecker

Solidar Suisse leistet Nothilfe für die Opfer des Sturms und der Überschwemmungen in Moçambique. Für sofortige Hilfsmassnahmen stellt Solidar Suisse 100'000 Franken zur Verfügung und sammelt weitere Spenden. Die Nothilfe wird vor Ort mit dem Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) und der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) koordiniert. Solidar Suisse ist bereits seit vielen Jahren mit Entwicklungszusammenarbeit in Moçambique engagiert.

Eine neue Untersuchung von Solidar Suisse zeigt, dass in Burkina Faso 250 000 Kinder auf Baumwollfeldern arbeiten müssen. Die Arbeit birgt grosse Gefahren und behindert die schulische Entwicklung der Kinder. Von dieser illegalen Praxis profitieren auch Schweizer Baumwollhändler. Solidar Suisse fordert die Händler Reinhart AG und Louis Dreyfus in einer Petition dazu auf, sich sofort für die Abschaffung der prekären Kinderarbeit in ihrer Lieferkette einzusetzen.

Die Vermögen der MilliardärInnen sind im vergangenen Jahr um zwölf Prozent (durchschnittlich 2,5 Milliarden US-Dollar pro Tag) gestiegen, während die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung elf Prozent (durchschnittlich 500 Millionen US-Dollar pro Tag) verloren hat. Dies geht aus dem neuesten „Public Good or Private Wealth“-Bericht der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor. Auch in der Schweiz gab es eine weitere Zunahme der Ungleichheit, und die Vermögen der Superreichen sind stark gewachsen. Solidar Suisse engagiert sich gemeinsam mit Oxfam für eine faire Besteuerung von Konzernen und Vermögenden, um die Ungleichheit zu reduzieren.

Donnerstag, 6. Dezember 2018
Iwan Schauwecker

450 Millionen Franken geben Schweizer KonsumentInnen vor Weihnachten für Spielzeug aus. Das meiste davon stammt aus China, wo ArbeiterInnen in den Spielzeugfabriken unter massiven Überstunden, Schlafmangel und sehr tiefen Löhnen leiden. Ein minimaler Aufpreis könnte den ArbeiterInnen bereits die Existenz sichern. Doch die menschenunwürdigen Bedingungen gehören weiterhin zum Geschäftsmodell der Markenunternehmen. Dies zeigt der neue investigative Report aus China. Zur Verbesserung der Missstände startet Solidar Suisse heute ein Onlineaktion: Die CEOs der Spielwarenkonzerne werden von KonsumentInnen zur Zahlung von Existenzlöhnen aufgefordert.

Dienstag, 11. September 2018
Iwan Schauwecker

Alliance Sud zeigt in einer heute veröffentlichten Recherche, wie auch mit der Steuervorlage 17 (SV17) Konzerngewinne in die Schweiz verschoben und hier extrem tief versteuert werden können. Die Behauptung, Sondersteuerregime würden mit der SV17 abgeschafft, ist nicht stichhaltig. Vielmehr will die Schweiz mit der SV17 an ihrem Steuer-Geschäftsmodell festhalten, das namentlich auch zu Lasten der Menschen im globalen Süden geht. 

Mehr als 60% der Pfannen, die wir in der Schweiz kaufen, werden in chinesischen Fabriken produziert. Die Unternehmen in der Schweiz, die Pfannen herstellen oder vertreiben – darunter Migros, Coop, Kuhn Rikon und Ikea – haben versprochen, die Zustände in den Fabriken zu verbessern. Der neue Bericht von Solidar Suisse zeigt: Dort wo hingeschaut wird, verbessert sich auch etwas. Allerdings bleibt noch viel zu tun, denn Arbeitsrechtsverletzungen sind nach wie vor an der Tagesordnung.

Mitte Juli wird die Schweiz ihren Fortschrittsbericht zur Agenda 2030 für nachhaltige Ent­wicklung vor der UNO in New York präsentieren. Heute hat der Bundesrat diesen Bericht verabschiedet. Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft wurden zwar konsultiert, davon ist jedoch so gut wie gar nichts in den Bericht eingeflossen. Namentlich fehlt eine ernsthafte Analyse, wo es in der Schweiz Handlungsbedarf gibt bei der Umsetzung des globalen Rah­menwerks für nachhaltige Entwicklung. Die "Plattform Agenda 2030", an der Solidar Suisse beteiligt ist, wird am 3. Juli eine kritische Analyse nachliefern.

Seiten

Solidar Suisse informiert

Eva Geel

Kontakt für Medien

Deutschschweiz
Eva Geel, Leiterin Kommunikation
Tel:+41 (0)44 444 19 43
Mobile:+41 (0)78 307 80 81
E-Mail: eva.geel@solidar.ch