Dienstag, 21. Mai 2019

Solidar Suisse engagierte sich 2018 mit Erfolg für benachteiligte und unterdrückte Menschen. Die Organisation verzeichnete ein gutes Spendenjahr. Die Tatsache, dass der Umsatz von Solidar Suisse gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent gesunken ist, ist vor allem auf auslaufende Projekte zurückzuführen. Demgegenüber haben projektgebundene Spenden um 21 Prozent und damit auf einen Rekordwert zugenommen, was das Vertrauen der Geldgeber in die Arbeit von Solidar Suisse belegt.

Solidar Suisse verhilft Menschen im globalen Süden zu ihren Rechten. In Nicaragua, El Salvador und Bolivien konnte Solidar Suisse letztes Jahr über 34‘000 Frauen über ihre Grundrechte aufklären. Dadurch können sie sich erfolgreich gegen Diskriminierung und die grassierende Gewalt zur Wehr setzen. In Bolivien mündete ein Solidar-Projekt gar in einem nationalen Gesetz zum besseren Schutz der Frauen vor Gewalt. So erzielt Solidar Suisse langfristige und nachhaltige Wirkung.

Widerstände gegen den Einsatz von NGOs

Repressive NGO-Gesetze in Ländern wie China, Pakistan, Nicaragua oder Kambodscha erschweren die Arbeit von Solidar Suisse und ihren lokalen Partnerorganisationen. Doch gerade solche autoritären Tendenzen zeigen, dass humanitäres Engagement und der Einsatz für faire Arbeit und demokratische Prozesse unentbehrlich sind. Zu diesem Engagement gehören auch Kampagnen in der Schweiz. Sie zeigen auf, unter welchen Arbeitsbedingungen Konzerne im Ausland hiesige Konsumgüter produzieren lassen. So machte Solidar Suisse 2018 etwa mit der „Fair Toys“-Kampagne auf die prekären Arbeitsbedingungen in chinesischen Spielzeugfabriken aufmerksam.

Die Geschäftszahlen für das Jahr 2018

Betriebsaufwand und -ertrag von Solidar Suisse beliefen sich 2018 gleichermassen auf rund 16,7 Millionen Franken. Dies entspricht einem Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang ist vor allem bedingt durch planmässige Projektabschlüsse  z.B. Ende des Wasserkonsortiums in Moçambique (Deza-finanziert) oder bei Projekten der humanitären Hilfe (finanziert durch die Glückskette). Neue Projekte sind bereits in der Pipeline oder Ende 2018 gestartet, beispielsweise die Not- und Wiederaufbauhilfe in Indonesien nach dem Erdbeben und Tsunami, welche die Lebensgrundlage von zehntausenden von Menschen auf Sulawesi zerstört haben.

Für die kommenden Herausforderungen sieht sich Solidar Suisse gut aufgestellt. Die Kernthemen der Organisation – faire Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit weltweit – nehmen stetig an Bedeutung zu. Dies honorieren auch die Geldgeber: Letztes Jahr nahmen zweckgebundene Spenden von Privaten, Institutionen, Stiftungen und Gemeinden stark zu (+21 %). Dieser Rekordwert zeugt vom Vertrauen der Geldgeber in die Arbeit von Solidar Suisse.

Weitere Informationen:

Felix Gnehm, Direktor Solidar Suisse: 079 197 95 63

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Hintergrund

Entwicklungspolitik

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