Mittwoch, 9. Mai 2018
Iwan Schauwecker

Der Genfer SP-Nationalrat Carlo Sommaruga wird neuer Präsident von Solidar Suisse. Erfreulich für Solidar Suisse ist auch die deutliche Zunahme der Spenden und Legate im Geschäftsjahr 2017. Auf der Basis dieser Zuwendungen kann Solidar Suisse flexibel auf humanitäre Notlagen reagieren, so wie zuletzt in Bangladesch, wo Solidar Suisse  Nothilfe für geflüchtete Rohingya leistete. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von Solidar Suisse war die Kampagne für faire Spielsachen, die gravierende Missstände in chinesischen Fabriken aufdeckte.

Die Generalversammlung von Solidar Suisse hat den Genfer SP-Nationalrat Carlo Sommaruga als neuen Präsidenten gewählt. Sommaruga ist ein SP-Politiker mit einem starken sozialen Engagement und grosser entwicklungspolitischer Erfahrung. Mit Sommaruga wird erstmals ein Romand Präsident von Solidar Suisse. Er ersetzt Alt-Nationalrat Hans-Jürg Fehr, der die Organisation seit 2008 präsidierte. Unter der Leitung von Fehr konnte sich Solidar Suisse als kämpferische NGO mit Entwicklungsprojekten und Kampagnen für faire Arbeitsbedingungen in globalen Lieferketten profilieren. Zuletzt etwa mit der Kampagne für faire Spielsachen, die mit Recherchen aus chinesischen Spielzeugfabriken auch in der Schweiz ein grosses mediales Echo auslöste und zu Verbesserungen für die FabrikarbeiterInnen führte.

Die Geschäftszahlen für das Jahr 2017

Solidar Suisse hat erneut ein solides Geschäftsjahr hinter sich, wenn auch erwartungsgemäss auf tieferem Niveau als im Vorjahr. Insgesamt erzielte Solidar Suisse 2017 einen Betriebsertrag von 17,86 Mio. Franken bei einem Betriebsaufwand von 17,58 Mio. Franken. Damit blieben die betrieblichen Erträge und Aufwendungen rund 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dieser Rückgang ist auf den Abschluss von grossen Leistungsaufträgen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit sowie auf die Beendigung des humanitären Engagements in Sri Lanka und auf den Philippinen zurückzuführen. Erfreulicherweise konnten die Erträge aus Spenden und Legaten aber gleichzeitig um 4 Prozent gesteigert werden.

Einsatz für Arbeitsrechte und humanitäre Hilfe

Dank diesen Zuwendungen konnte Solidar Suisse im letzten Jahr auch in neuen Ländern aktiv werden: So kämpft Solidar Suisse seit 2017 an der Seite von lokalen Gewerkschaften und NGOs für Arbeitsrechte in Kambodscha. Zudem engagiert sich Solidar Suisse auch in Kambodschas Nachbarländern grenzübergreifend für die Rechte von ArbeitsmigrantInnen, die besonders häufig unter Diskriminierung und Ausbeutung zu leiden haben. Mit der Hilfe für die Rohingya in den Flüchtlingslagern von Bangladesch hat Solidar Suisse auch bei den humanitären Hilfeleistungen ausgebaut. Neben der humanitären Hilfe in Bangladesch unterstützt Solidar Suisse weiterhin syrische Flüchtlinge im Libanon und in Nepal konnten inzwischen mehr als 500 Häuser für die Opfer des Erdbebens wiederaufgebaut werden.

Weitere Informationen:

Felix Gnehm, Direktor Solidar Suisse 079 197 95 63
Carlo Sommaruga, Präsident Solidar Suisse 079 221 36 05

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