Im Beisein von über 150 Staats- und Regierungschefs, darunter die Schweizer Bundesrätin Simonetta Sommaruga, wird ab heute in New York die Uno-Agenda 2030 für die nachhaltige Entwicklung gefeiert und in Kraft gesetzt.

Uno-Mitgliedstaaten, Exponenten der Privatwirtschaft und der Wissenschaft sowie Vertreterinnen der Zivilgesellschaft haben während drei Jahren an der gemeinsamen Agenda gearbeitet. Einigen konnte man sich schliesslich auf 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG), die als Kernstück der Agenda 2030 quasi die neue weltinnenpolitische Verfassung der Uno darstellen.

Die 17 Ziele und 169 Unterziele ersetzen die bisherigen Millenniums-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDG) der Vereinten Nationen. Statt den Fokus ausschliesslich auf Armutsbekämpfung zu richten, stehen bei der neuen Agenda die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit im Zentrum: Ökologie, Wirtschaft, Soziales. Als globales Rahmenwerk gibt die Agenda 2030 also nicht nur die künftige Entwicklungspolitik vor, sondern nimmt alle Länder in die Pflicht, den notwendigen Umbau ihrer Wirtschaft hin zu einem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen vorzunehmen und gerechtere gesellschaftliche Verhältnisse zu schaffen.

Bei der Erarbeitung der SDG hat sich die Schweiz richtigerweise stark für einen Überwachungsmechanismus eingesetzt. So wird der Wirtschafts- und Sozialrat der Uno (Ecosoc) jährlich über die Umsetzung der Agenda 2030 Bericht erstatten, Reviews sind auch auf nationaler und regionaler Ebene vorgesehen.