Weltweit werden Millionen von Frauen, Männern und Kindern bei ihrer Arbeit ausgebeutet. Dies muss sich ändern, denn faire Arbeit ist ein Menschenrecht und ein zentraler Faktor zur Armutsbekämpfung. Solidar Suisse setzt sich mit zahlreichen Projekten für faire Arbeit ein und leistet damit einen Beitrag zu einer gerechten Globalisierung. Wir orientieren uns dabei an den Kernarbeitsnormen der ILO.

Was ist Faire Arbeit?

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 definiert in Artikel 23 das Recht auf faire Arbeit:

  • Jede und jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
  • Jede und jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
  • Jede und jeder, die/der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die der Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmassnahmen.
  • Jede und jeder hat das Recht, zum Schutze ihrer/seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Decent Work Agenda

In der Decent Work Agenda fasst die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) die Voraussetzungen zusammen, damit Menschen unter angemessenen Bedingungen und gegen korrekte Bezahlung arbeiten können.

Faire Arbeit beinhaltet:

  • ein gerechtes Einkommen
  • Sicherheit am Arbeitsplatz und soziale Absicherung der Beschäftigten und ihrer Familie
  • die Möglichkeit zur gewerkschaftlichen Organisation
  • Partizipation und Mitwirkung bei der Weiterentwicklung der Arbeit
  • Chancengleichheit und Gleichbehandlung

Um in Schwellen- und Entwicklungsländern für faire Arbeitsbedingungen zu sorgen, müssen auch Schweizer Konzerne und die öffentliche Hand bei ihren Aktivitäten im Ausland die Menschenrechte respektieren. Solidar Suisse leistet mit Projekten und Kampagnen einen Beitrag zu fairer Arbeit, damit die Menschen ihr Leben selbstbestimmt und in Würde führen können.

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Hintergrund

Arbeit für Jugendliche

In den meisten Staaten ist die Arbeitslosenrate bei Jungen doppelt bis dreimal so hoch wie bei über 25-Jährigen, und weltweit sind beinahe vier von zehn jugendlichen Erwerbstätigen arm.