Die Corona-Krise hat in vielen Ländern des globalen Südens schwerwiegende Auswirkungen. Die MitarbeiterInnen von Solidar Suisse setzen alles daran, die ärmsten Menschen in unseren Projektländern vor den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Pandemie zu schützen. Hier finden Sie Beispiele zu unseren Aktivitäten vor Ort.

Bangladesch: Hilfe für ArbeiterInnen

In Bangladesch wurden in diesem Jahr bereits mehr als 300'000 TextilarbeiterInnen entlassen. Ohne Ersparnisse und ohne soziale Absicherung wird der Jobverlust für die Betroffenen sofort existentiell. Solidar Suisse unterstützt ArbeiterInnen der Textil- und Lederindustrie mit Nahrungsmitteln und Schutzmaterial.

Bangladesch: Hilfe für Rohingya

In den Flüchtlingslagern sind die Infrastruktur und Gesundheitsversorgung nach wie vor sehr schlecht. Solidar Suisse installiert Wasseranschlüsse im Camp, verteilt Hygienesets (Masken, Handschuhe, Gel, Seife) und informiert die Menschen über Covid-19. Zudem fördern wir den Gemüseanbau, die Geflügelzucht und den Aufbau von kleinen Handwerksbetrieben, damit sich die Geflüchteten selbst versorgen können.

Burkina Faso: Hilfe für Vertriebene

Solidar Suisse informiert die Bevölkerung mit Plakaten in drei Landessprachen (Mooré, Dioula, Fulfuldé) über Präventionsmassnahmen. Die Informationen werden auch über soziale Netzwerke und WhatsApp geteilt. Mit der Aufklärungskampagne wollen wir insbesondere auch Binnenflüchtlinge erreichen und so die weitere Ausbreitung von Covid-19 verhindern. Dank dem Bau von zwei neuen Brunnen wird die Wasserversorgung von 10'000 Geflüchteten in Lagern verbessert. Solidar Suisse verteilt auch Masken an besonders stark frequentierten Orten wie Schulen, Märkten und vor Kirchen und Moscheen.

El Salvador: Saatgut und Prävention von häuslicher Gewalt

Die Menschen in El Salvador waren dieses Jahr nicht nur von der Pandemie betroffen, sondern auch von starken Überschwemmungen. Zur Unterstützung der betroffenen KleinbäuerInnen verteilen wir Saatgut, um ihre Ernährung zu sichern. Zudem setzen wir uns gegen die zunehmende häusliche Gewalt in El Salvador ein. Wir informieren Betroffene via soziale Medien und WhatsApp über ihre Rechte und fördern die staatliche Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen.

Kambodscha: Kampf um eine faire Lösung für TextilarbeiterInnen

In Kambodscha waren im ersten Halbjahr 2020 mindestens 150'000 ArbeiterInnen von vorübergehenden oder permanenten Fabrikschliessungen betroffen. Aufgrund des Corona-bedingten Einbruchs der Bestellungen stehen auch die Löhne für all jene, die noch Arbeit haben, unter Druck. Die Partnerorganisationen von Solidar Suisse kämpfen für bessere Löhne und den Schutz der ArbeiterInnen.

Moçambique: Prävention und Hilfe für die Ärmsten

Zur Eindämmung von Covid-19 hat Solidar Suisse an stark besuchten Orten Informationstafeln und Handwaschstationen im öffentlichen Raum installiert. In Zusammenarbeit mit Lokalradios informieren wir die Menschen in den Provinzen Manica und Sofala auf Portugiesisch und in lokalen Sprachen über Risiken und Präventionsmassnahmen. Wir unterstützen öffentliche Gesundheitszentren und versorgen speziell gefährdete Personen mit Schutzmaterial. Zudem wurden 750 bedürftige Familien mittels M-Pesa Bargeldtransfers bei der Beschaffung von Nahrungsmitteln unterstützt.

 

 

Bolivien: Gegen häusliche Gewalt

Solidar Suisse informiert die Bevölkerung via Social Media und über lokale Radiostationen zu Präventionsmassnahmen. Doch nicht nur das Virus ist eine Gefahr für die Gesundheit, unter dem Lockdown hat die Gewalt gegen Frauen zugenommen. Betroffene können sich bei einer Gratis-Telefonhotline melden und erhalten Unterstützung.

 

 

Malaysia: Grundnahrungsmittel für ArbeitsmigrantInnen

Auf den abgelegenen Palmölplantagen von Sabah verschlimmert Covid-19 die Situation der isoliert lebenden ArbeitsmigrantInnen.

Ihre Versorgungslage mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln wurde durch die Pandemie zusätzlich erschwert. Gleichzeitig werden die PlantagenarbeiterInnen kaum vor Ansteckungen geschützt. Solidar Suisse verteilte während des Höhepunkts der Krise im ersten Halbjahr zusammen mit lokalen Partnern Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel.

 

 

Pakistan: Prävention in Armensiedlungen

Unsere lokale Partnerorganisation verteilt Seifen und Desinfektionsmittel und wir informieren die Bevölkerung in Armensiedlungen mit Flugblättern über Gefahren und Schutzmassnahmen. ArbeiterInnen in Nähateliers werden für die Herstellung von Schutzmasken geschult und wir verteilen die Masken an kranke und besonders gefährdete Menschen. Über unser Projekt zur Unterstützung von arbeitenden Kindern haben wir Familien identifiziert, die wegen Einkommensverlusten dringend Hilfe brauchen.

Kosovo: Hilfe für das Gesundheitspersonal, Diabetiker und Schülerinnen

Das Gesundheitswesen im Kosovo war vollkommen unvorbereitet auf die Pandemie: Es fehlt an Arbeitsinstrumenten und Schutzausrüstungen. Solidar Suisse organisierte das nötige Material für Gesundheitspersonal an stark frequentierten Orten. Zudem helfen wir Kindern und Jugendlichen mit Diabetes und stellen die Lieferung des lebensnotwendigen Insulins in Peja sicher. Und zur Verbesserung der Berufsbildung unterstützen wir SchülerInnen und LehrerInnen auch in der Krise mit Online Coaching. Mehr Infos über unsere Hilfe im Kosovo.

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