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ArbeiterInnen werden ausgebeutet

  

 

Im Stadion Fonte Nova in Salvador sind 1700 ArbeiterInnen beschäftigt. 44 Stunden pro Woche wird gearbeitet. Eine ausgebildete Bauarbeiterin erhält 1070 brasilianische Reais (620 Dollar) im Monat, ein Handlanger 680 Reais (390 Dollar). Um die Bedürfnisse auf Ernährung, Wohnen und Freizeit befriedigen zu können, braucht eine vierköpfige Familie mindestens 2’200 Reais (1270 US-Dollar). Die aktuell bezahlten Löhne liegen jedoch weit darunter, wie dieses und andere Beispiele zeigen.
 

Bis Ende März 2012 gab es bereits 17 Streiks der BauarbeiterInnen. Sie fordern existenzsichernde Löhne, anständige Unterkunft und Verpflegung sowie Krankenversicherung für die ArbeiterInnen und ihre Familien. Auch die Auszahlung von Überstunden und Zuschläge für Einsätze am Wochenende müssen sie sich meist erkämpfen.

 

Auch ausserhalb der Stadien ist Ausbeutung ein Thema: 2010 warf das Maskottchen der WM in Südafrika schwarze Schatten, als bekannt wurde, dass Fanartikel in 13-Stundenschichten für zwei Dollar pro Stunde von Kinderhänden in China gefertigt wurden. Die Fifa war bei der Herstellerauswahl nicht direkt involviert. Dennoch wurde Kritik an der Fifa laut, dass ihre Partner besser kontrollieren und strengere Vorgaben machen muss.

 

Die Fifa muss für die Einhaltung von fairen Arbeitsbedingungen und für faire Löhne rund um die WM sorgen. Dafür sollte sie mit den Gewerkschaften den Dialog suchen.

 

Die Einhaltung von minimalen Arbeitsrechten und der brasilianischen Gesetzgebung muss überprüft werden, zum Beispiel in gemeinsamen Stadioninspektionen mit Gewerkschaften.