Fallbeispiele
Trafigura
Erst am Morgen des 20. August 2006 konnte die Bevölkerung von Abidjan in der Elfenbeinküste das volle Ausmass der nächtlichen Katastrophe wahrnehmen. In der Nacht war an mindestens 18 verschiedenen Stellen Giftmüll abgeladen worden, der die ganze Stadt in einen grässlichen Gestank hüllte…
Triumph International
Triumph International entliess 2009 in Thailand und den Philippinen über 3'600 Arbeiterinnen ohne vorherige Gewerkschaftskonsultation. Ein Vorgehen, das den Empfehlungen der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen entgegenläuft. Die Gewerkschafterinnen legten daraufhin beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), das den Schweizer Kontaktpunkt (NKP) für die OECD-Leitsätze betreut, Beschwerde ein. Doch das Seco liess jegliches Engagement vermissen und stellte das Verfahren 2011 ergebnislos ein, ohne dass jemals ein Mediationstreffen stattgefunden hatte.
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Glencore
Glencore baut in der Demokratischen Republik Kongo Rohstoffe ab. In der Bergbauregion Katanga werden immer wieder Menschenrechte missachtet. Die schwerwiegendsten Probleme betreffen Wasserverschmutzungen und die Arbeitsbedingungen in den Minen von Glencore-Tochterfirmen, die auch negative Auswirkungen auf die Gemeinden in der Umgebung der Minen haben sowie die prekären Verhältnisse beim handwerklichen Bergbau in den «Mines artisanales».
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Roche
Roche führt in China Studien an Patienten durch, die ein neues Organ erhalten haben. Der Konzern testet ein Medikament, das die Abstossung der transplantierten Organe verhindern soll. In China bestehen kulturell bedingte Vorbehalte gegen die Organspende. Ein Grossteil der transplantierten Organe stammt von hingerichteten Gefangenen. Über die Herkunft der Organe kann der Pharmakonzern keine Angaben machen. Trotz Protesten lässt Roche die Studien zu Ende führen.
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Axpo
Die Axpo – im Besitz von neun Kantonen – lässt in Russland atomaren Brennstoff für ihre AKW aufbereiten. Dass Teile der Brennelemente aus den stark radioaktiv verseuchten Fabriken in Majak und Seversk stammen, hat die Axpo jahrelang verschleiert. Die erhöhte Krebsrate bei der Bevölkerung und die radioaktive Verseuchung weiter Landstriche hindern den Stromkonzern nicht daran, neue Lieferverträge abzuschliessen.
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Weitere Informationen: www.rechtohnegrenzen.ch



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